Der Sand knirscht unter den Schuhen. Keine Motoren, keine Stimmen. Nur Blätter, vom Wind bewegt, Vogelrufe und das monotone Sirren der Zikaden. Auf Fußpirsch verändert sich die Wahrnehmung: Geräusche, Spuren, Gerüche und kleinste Regungen im Busch rücken plötzlich in den Fokus.
Vor uns bleibt der Guide plötzlich stehen. Elefanten in der Distanz, graue Silhouetten auf der anderen Seite des Flussbetts. Der Guide greift nach einer Handvoll Erde und lässt sie langsam aus seiner Faust rieseln. Der Staub verteilt sich hinter uns. Der Wind steht günstig. Wir können weiter.
Im Flycamp im South Luangwa Nationalpark (Sambia) erwartet uns die Crew, die mitten im Busch ein Nachtlager für uns errichtet hat. Matratzen, Bettzeug, Moskitonetze, mehr braucht es für diese Nacht nicht. Über dem offenen Feuer bereitet der Koch das Abendessen zu. Und während wir aufs Essen warten, lassen wir die Erlebnisse der vergangenen Stunden am Lagerfeuer noch einmal Revue passieren.
Später kriechen wir ins Bett. Über uns der Sternenhimmel, aus der Dunkelheit dringen Rufe und Laute, deren Urheber wir nur erahnen können. Irgendwann schlafen wir ein.
Am Morgen kitzeln uns die ersten Sonnenstrahlen in der Nase. Was für eine Nacht. Nach dem Frühstück geht es weiter. Was werden wir auf der Pirschwanderung heute erleben? Vor uns liegt ein weiterer Vormittag zu Fuß und die Gewissheit, dass der Busch jeden Tag überrascht.
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